#55: Warum unser Gehirn das Schenken liebt- die Wissenschaft hinter dem Weihnachtszauber
Shownotes
Schenken macht glücklich – das spüren wir intuitiv. Aber warum eigentlich?
Schenken gehört zu den stärksten sozialen Ritualen, die wir kennen. Es verbindet uns, schafft Nähe und löst in unserem Gehirn messbare Glücksreaktionen aus. In dieser Folge von Gehirn einfach erklärt geht es darum, warum wir so gerne schenken – und was genau dabei in unserem Kopf passiert.
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00:00:01: Gehirn einfacher Klärz, der Podcast für alle mit Köpfchen.
00:00:06: Herzlich willkommen, schön, dass ihr mit dabei seid.
00:00:08: Mein Name ist Katrin Wachauer, ich bin Moderatorin und
00:00:11: mein Name ist Manuela Macedania und ich bin Neurowissenschaftlerin und Moderatorin mit dir und
00:00:19: Buchatorin, Speakerin, Podcasterin, Podcasterin,
00:00:24: jetzt
00:00:24: wieder sehr, sehr fleißige Schiefererin.
00:00:27: Und es geht jetzt irgendwie so Richtung Weihnachten.
00:00:30: Da ist immer dann die große Frage vor Weihnachten.
00:00:32: Hast du schon alle Geschenke besammelt?
00:00:35: Ist es eine Frage, die ja mich gerichtet ist?
00:00:37: Ja.
00:00:37: Also ja.
00:00:38: Nein, ich schenk nie was zu Weihnachten.
00:00:41: Ich schenk so unter dem Jahr.
00:00:43: Okay.
00:00:43: Wenn ich etwas sehe, dass jemand brauchen kann oder wo ich mir denke, ich mache eine Freude.
00:00:51: Auch ohne Geburtstag.
00:00:54: Und ohne Anlass kann ich schon was schenken.
00:00:57: Ja, ich warte die ganze Zeit schon auf mein Geschenk.
00:01:00: Du bist da anders, gell?
00:01:02: Also du freust dich aufs Weihnachtsbaum machen und auf die Bäckchen, die drunter liegen, machst du ein Weihnachtsbaum überhaupt?
00:01:10: Deine Eltern.
00:01:11: Ich habe so einen als Papier zu Hause.
00:01:13: Das war schön, das weiß.
00:01:15: Das Schöne habe ich in der Linzer Innenstadt gekauft.
00:01:18: Ich hoffe, dass mein Freund einen Baum macht.
00:01:21: Also jetzt ist es eine Verantwortung.
00:01:25: Und wir wichteln generell in der Familie.
00:01:28: Also jeder hat jemanden gezogen und denjenigen beschenken wir.
00:01:34: Aber ich habe das Geschenk noch nicht.
00:01:36: Ich
00:01:37: weiß es auch noch nicht.
00:01:38: Na gut, du hast dir noch ein paar Tage Zeit.
00:01:40: Ja,
00:01:41: ich finde das immer ganz erstaunlich, wenn manche Menschen irgendwie alle Geschenke schon im Oktober besommen haben für Weihnachten.
00:01:46: Ja, das sparen sie sich natürlich den Stress.
00:01:51: Ja, denken die das ganze Jahr mit?
00:01:52: Was könnte die Eierjenige brauchen?
00:01:54: Was könnte diejenige brauchen?
00:01:55: So wie du und dann haben sie es auch für Weihnachten.
00:01:59: Ja, es kann schon sein, dass es bessere organisierte Menschen gibt.
00:02:04: Also uns beide.
00:02:08: Aber ich finde das generell schön, auch so das Geschenke machen eigentlich.
00:02:12: Darüber wollen wir heute auch reden, weil ich habe da immer so eine Freude, wenn ich dann wirklich das perfekte Geschenk für jemanden habe, wo ich weiß, der freut sich drüber, der kann das wirklich auch brauchen.
00:02:23: Und
00:02:24: ja, dann besorg ich das.
00:02:25: Also das ist so eine absolute Vorfreude für mich.
00:02:28: Da freue ich mich dann, wenn ich das Geschenk übergeben kann und die Eierjenige das Geschenk auch aufmacht.
00:02:34: Das ist fast schöner, als wenn ich ein schönes Geschenk bekomme.
00:02:38: Ja.
00:02:39: Warum ist das so aus der Sicht des Gehirns, dass wir uns einfach freuen, wenn wir was Schönes schenken?
00:02:45: Weil das Gehirn in dem Moment sein Belohnungssystem aktiviert, also das Geben.
00:02:52: und versuchen eine Freude beim nächsten hervorzurufen, führt dazu, dass sich das Belohnungssystem in Gang setzt und dadurch wird Dopamin ausgeschüttet, also Belohnungssystem.
00:03:09: Wir belohnen uns mit einer Handlung.
00:03:11: Und die Handlung ist eben anderen Menschen eine Freude zu machen.
00:03:16: Das
00:03:16: ist aber schön eigentlich, oder?
00:03:17: Wir belohnen uns,
00:03:19: obwohl
00:03:19: wir jemand anderen
00:03:20: belohnen.
00:03:20: Richtig, richtig.
00:03:22: Und es ist ein interessanter Aspekt.
00:03:25: Da gibt es jede Menge Studien dazu.
00:03:28: Da gibt es eine, die man jetzt vielleicht kurz erwähnen können.
00:03:34: Die haben im Experiment das Team um Jorgen Moll den Versuchspersonen entscheiden lassen, ob sie eine gewisse Summe Geld für sich behalten oder an eine Hilfsorganisation spenden.
00:03:54: Und in dem Moment, wo die Entscheidung getroffen wurde, haben sie geschaut, welche Gehirnregionen aktiv werden.
00:04:03: aufgrund dieser angedachten Handlung.
00:04:08: Weil im Gehirntomographen kannst du jetzt nicht handeln, sondern du hast einmal entschieden, dass du dein Geld in diese Richtung schickst.
00:04:17: Und da waren Regionen, die Dopaminerg sind.
00:04:23: Aktiv.
00:04:23: Also Dopamin-Ere bedeutet, dass sie Dopamin produzieren.
00:04:27: Wie zum Beispiel das ventrales Triatum.
00:04:29: Das sind so Kerne in der Tiefe des Gehirns, gibt es ein paar.
00:04:33: Und wenn sie aktiv werden, empfindet der Mensch Freude.
00:04:38: Und das ist für die Menschen dann eine Belohnung.
00:04:41: Und es gab auch noch eine andere Studie, die vielleicht für unsere Hörerinnen und Hörer interessant ist.
00:04:51: Die Probanden haben Geld bekommen und das Geld ist ihnen aber abgenommen worden und ist an eine Wohltätigkeitsorganisation geflossen.
00:05:04: Und jetzt hat man gesehen, dass, wenn das Geld an die Wohltätigkeitsorganisation gespendet wird, dass auch, obwohl das Geld den Personen weggenommen wurde, dass sich da auch jene Regionen im Belohnungssystem aktiviert haben.
00:05:21: Das bedeutet, dass wenn wir wissen, dass beim anderen Gutes getan wird oder dass wir durch unsere Handlungen Gutes bewirken, da empfinden wir Freude.
00:05:34: Schön.
00:05:34: Jetzt sprichst du da immer wieder vom Belohnungssystem.
00:05:36: Kannst du das irgendwie einfachst erklären?
00:05:39: Wo sieht das, wie schaut das aus?
00:05:41: Das Belohnungssystem ist ein Netzwerk, also in dem das Zentrum praktisch bei den Dopaminärgernregionen ist.
00:05:52: Das sind eben diese Kerne.
00:05:53: Wir haben vorhin das Ventralisthriatum genannt.
00:05:57: Es gibt noch eines, die Substanzianigra.
00:06:00: Wenn die sich aktivieren, schütten sie Botenstoffe aus und diese Botenstoffe erreichen das Vorderhirn.
00:06:08: Ja, weil dort sind sehr viele Rezeptoren, das heißt Andockstellen für diese Botenstoffe.
00:06:13: Und sie bewirken eine andere Wahrnehmung und eine andere Bewertung der Sache.
00:06:21: Also zum Beispiel, wenn ich jetzt eine Summe Geld bekomme, ich habe zum Beispiel eine Arbeit erledigt und ich kriege den Betrag
00:06:29: X. Fünfhundert Euro, zum
00:06:31: Beispiel.
00:06:31: Genau.
00:06:31: Und ich freue mich natürlich, dass das Geld eingeht, weil ich die Vorfreude empfinde, damit kaufe ich mir das oder damit kann ich dorthin fahren, wo ich einen schönen Radurlaub machen kann,
00:06:45: etc.,
00:06:45: etc.
00:06:46: Also wenn ich jetzt das Geld sozusagen als Tauschmittel ansehe, dann bewert ich diesen Geldbetrag so, dass und nachher eine Erwartungshaltung entsteht, dass ich etwas Schönes erlebe.
00:07:02: Und dadurch freue ich mich, dass das Geld eingeht.
00:07:06: Andererseits, wenn ich weiß, dass dieses Geld woanders hinfließt und das anderen Leuten geholfen ist, bewirkt es auch eine andere Wahrnehmung.
00:07:17: Und zwar, also der Dopamin geht ins Vorderhirn.
00:07:22: und bewertet meine Handlung.
00:07:25: Und wenn eine Freude da ist, wird diese Handlung nicht angesehen als Verlust des Geldbetrages, sondern wird angesehen als Handlung, die man gerne macht.
00:07:39: Also man hat eine Belohnung, also im Vorderhirn sind Bewertung, sind Entscheidungsfindung etc.
00:07:45: Und sobald das Dopamin diese Regionen erreicht, entscheiden wir ein bisschen anders, bewerten wir ein bisschen anders.
00:07:52: Wir haben in irgendeiner Folge auch schon davon gesprochen, dass wenn man verliebt ist, dass man eine starke Dopaminauschüttung hat.
00:07:59: Und dadurch macht man auch Dinge, die man sonst nicht täte.
00:08:03: Also, oder Mutzproben oder man nimmt ... Anstrengungen in Kauf, um die Person
00:08:10: zu sehen.
00:08:11: Genau, dieses High ist natürlich bei der Verliebtheit viel stärker, als wenn man jetzt Geld an eine Hilfsorganisation schinkt.
00:08:21: Aber nur, dass man sich vorstellen kann, dass die Bewertung und Entscheidungsfindung und Wahrnehmung, wenn man unter Dopamin steht, eine andere ist.
00:08:32: Man ist ja irgendwie auch ein bisschen stolz auf sich selbst, wenn man jetzt zum Beispiel Das ist so, kenne ich das von mir.
00:08:38: Ja?
00:08:40: Ja, ich weiß nicht, so wie du das erlebst, auf jeden Fall.
00:08:46: Man hat eine Freude daran.
00:08:49: Und man will sich auch einbringen in dem sozialen Gefüge, wo man ist.
00:08:58: kann man auch diese Handlung nach außen kehren.
00:09:01: Also wenn man etwas spendet, dass man das kundt, dann kriegt man auch die Bewunderung.
00:09:07: Man kriegt dann natürlich auch die Dankbarkeit der anderen oder man kriegt die Bewunderung.
00:09:13: Also diese Person hat so und so viel auf so und so viel verzichtet, damit die anderen das bekommen.
00:09:20: Ja,
00:09:21: also sprichst du vor dem sozialen System, in das wir uns quasi integrieren, auch mit Geschenken.
00:09:27: Ja, es ist ja generell schön jetzt für eine Familie zum Beispiel, wenn ich meiner Schwester, meinem Bruder ein schönes Geschenk mache, ist ja auch wichtig für die sozialen Beziehungen.
00:09:36: Richtig.
00:09:37: Es ist auch so geregelt, weil auch in der Uhrzeit, wir haben zwar nicht diese Idee des Geschenks gehabt, aber wir haben vielleicht etwas abgetreten, was für uns wichtig war.
00:09:52: Also damals?
00:09:53: Damals, ja, sagen wir so in der Uhrzeit.
00:09:55: Das sind jetzt Mechanismen, die in der Uhrzeit ihre Wurzeln haben.
00:10:02: Wir haben überleben können und wir sind so erfolgreich als Menschen, weil wir immer ein soziales Gefüge gehabt haben, welches uns unterstützt, welches uns hilft etc.
00:10:16: etc.
00:10:17: Also der Mensch ist nicht dafür gemacht, dass er einsam und alleine durch die Steppe zieht.
00:10:26: Und wir haben eben diese Mechanismen als evolutionäre Mechanismen eingebaut bekommen, dass wir im sozialen Gefüge auf etwas verzichten, damit die anderen sich über das kleine Geschenk freuen und wir diese Menschen auch ein bisschen an uns binden.
00:10:46: Auch das Schenken zum Beispiel, weil du hast jetzt von Beziehungen gesprochen, Anfang einer Beziehung schenken sich die Partner mehr als nach vielen Jahren.
00:10:59: Die Erfahrungen habe ich auch gemacht.
00:11:01: Ja, du
00:11:01: hast auch die Buchbeziehungen einfach erklärt geschrieben.
00:11:04: Ich habe da nicht über Schenken und Geschenke geschrieben.
00:11:07: Ach so, ja.
00:11:07: Aber da gibt
00:11:08: es sich einfach ein bisschen mehr an Berichte, wo andere wirklich eine Freude machen.
00:11:11: Eine
00:11:11: Freude machen, ganz genau.
00:11:13: Man hat eine Freude, wenn der andere die andere eine Freude hat.
00:11:17: Und das, weil das eben sozial gesehen zur Bindung führt.
00:11:22: Ja, also es heißt auch immer, kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.
00:11:27: Das heißt, man soll große
00:11:28: Geschenke die Liebe.
00:11:29: Also ja, ist das
00:11:31: Buch?
00:11:32: Nein, so weit erfunden.
00:11:33: Also ist erfunden.
00:11:36: Du meinst, der Mann muss immer die Frau groß beschenken, damit er seine Liebe zeigt.
00:11:40: Ich freu
00:11:40: mich ja schon, wenn ich meinen Freund ein Geschenk machen kann.
00:11:43: Ist ja so.
00:11:44: Ja,
00:11:44: Vorfreude.
00:11:46: Ja, aber du hast den Spruch.
00:11:48: Ja,
00:11:49: das war ein Schmäh.
00:11:52: Du meinst, ich verstehe den Schmäh
00:11:54: nicht.
00:11:54: So, Manuela wieder zurück zum neuen wissenschaftlichen Wissenbieter.
00:11:59: Es heißt eben, kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.
00:12:03: Weil wenn man den Menschen im sozialen Gefüge eine Freude bereitet, dann sind sie auch bereit, für uns etwas zu tun.
00:12:16: Die Interaktion gestaltet sich in dem beidseitig etwas geschieht, im positiven Sinn.
00:12:22: war früher wahrscheinlich auch wichtig, Sachen einfach zu zeilen für die Gruppe, um zu überleben.
00:12:26: Richtig, genau.
00:12:27: Um zu überleben hat man nicht sagen können, ich teile mit dir kein Stück von meiner Mammutgeule, sondern ich verzichte, um dir ein größeres Stück abzutreten, damit du Freude hast und satt wirst.
00:12:45: Und das hast du dann, was dich dann dankbar gezeigt.
00:12:49: Und hast du vielleicht mir zu einem anderen Zeitpunkt auch eine Freude bereitet?
00:12:55: Oder du hast mir geholfen, wenn ich was gebraucht habe?
00:12:59: Also, kleine Geschenke erhalten sehr wohl die Beziehung, also pflegen die Beziehungen im sozialen Gefüge.
00:13:07: Schenkst du eigentlich dein Buch her, Weihnachten der Neues.
00:13:10: Kocht dich
00:13:11: genug?
00:13:12: Nein, ich schenk es nicht.
00:13:13: Ich möchte nicht, dass die Leute glauben, ich drängst auf oder ich nötige sie.
00:13:19: Zu dem, nein du?
00:13:20: Nein.
00:13:22: Als Autorin kann man nicht die Menschen nötigen, das Buch zumindest durch zu blättern, weil man es geschrieben hat.
00:13:30: Ja.
00:13:30: Nein.
00:13:32: Ja, das war... Klammer auf,
00:13:34: klammer zu.
00:13:35: Genau, klammer auf, klammer zu.
00:13:36: Umschweifende Gedanken.
00:13:38: Dein Buch wäre jetzt ein materielles Geschenk, im materiellen Geschenk jetzt zum Beispiel, wenn man jemanden hilft oder Zeit schenkt.
00:13:44: Gibt es so einen Unterschied beim Schenken im Gehirn?
00:13:48: Ich würde sagen nicht.
00:13:49: Wichtig ist, dass das, was man gibt, eine Freude bereitet.
00:13:53: Und ich weiß auch von mir.
00:13:56: Ich möchte zum Beispiel, manchmal kriege ich etwas geschenkt, wenn ich eine Dienstleistung erbracht habe und dann sind die Auftraggeber zufrieden oder sehr zufrieden und dann schenken sie mir etwas.
00:14:12: Mir wäre es fast lieber, sie schenken mir ein bisschen ihre Zeit, dass sie sagen, ich komme zu ihnen und helfe ihnen jetzt den Winter, den Gartenwinter sicher zu machen oder sowas.
00:14:25: Also das wäre mir lieber, das wäre sozusagen willkommen als ein Gegenstand.
00:14:31: Ja aber du weißt ja gar nicht, ob die gut sind im Garten.
00:14:35: Ja, aber das stimmt auch.
00:14:39: Oder ich komme Schnee räumen oder so, das würde ich am liebsten.
00:14:42: Ja, das wäre mir sehr recht.
00:14:44: Also, ich brauche nichts sozusagen auch.
00:14:48: Ich habe keine Freude, wenn mir jemand die zehnte Vase schenkt.
00:14:55: Es ist generell, finde ich, schwierig das Schenken.
00:14:57: Das
00:14:57: ist ja sehr schwierig.
00:14:57: Ich fühle,
00:14:58: hat jeder alles.
00:14:59: Richtig.
00:15:00: Ich finde es ein gutes Geschenk, ist es immer dann, wenn man jemanden etwas schenkt, dass er sich nicht selbst kaufen möchte, weil es ihm so teuer ist oder weil er es gefühlt ähnlich braucht.
00:15:12: Was macht ein gutes Geschenk aus, aus der Sicht des Gehirns?
00:15:17: Naja, das, was der Mensch sich hier gefünscht.
00:15:22: Liebe, Glück,
00:15:24: Gesundheit.
00:15:27: Ja, es gibt auch ideale Geschenke.
00:15:31: Sie müssen ja nicht immer materiell sein, sehe ich die Sache so.
00:15:36: Aber auf jeden Fall etwas, was relevant ist für das Gehirn ist, Großzügigkeit zum Ausdruck zu bringen.
00:15:44: Denn es gibt ja nichts Schlimmeres, dass man ein Geschenk bekommt, wo man sicher ist, dass dieses Geschenk schon von der schenkenden Person die Weihnachten davor empfangen wurde.
00:15:56: Ja, ein Geschenk, das Geschenk schenkt man nicht weiter.
00:15:59: Naja, aber das kommt schon vor.
00:16:01: Also ich nicht.
00:16:02: Ja,
00:16:02: ja, aber sagt man
00:16:03: doch.
00:16:03: Aber man hört das immer wieder.
00:16:05: Z.B.
00:16:06: diese berühmten Kerzen, die nicht gefallen und dann werden sie weiter verschenkt.
00:16:13: Das gibt es regelmäßig.
00:16:15: Oder dass man Weiß, also das ist nur so eine Notlösung, was man bekommt oder sowas.
00:16:23: Weil das, was nämlich auch mit dem Geschenk zum Ausdruck gebracht wird, ist die Bedeutung der Person.
00:16:33: Wenn du mir etwas bedeutest, dann bin ich großzügig und damit wird auch Nähe oder Bindung ausgedrückt.
00:16:43: Also wenn man mit einem Pseudo-Geschenk daherkommt und man gibt es her einfach so, weil es sich so gehört.
00:16:50: Weil es einfach war oder
00:16:51: so.
00:16:51: Genau.
00:16:52: Dann ist das nicht unbedingt das, was geschätzt wird, aber auch interessanterweise ist es für die Person nicht sowohl tuend.
00:17:02: Weil zu schenken bedeutet auch, also gibt es Studien, die zeigen.
00:17:08: dass das Stress reguliert.
00:17:10: Also ich schenke etwas und dadurch senke ich meinen Stress.
00:17:14: Ich gehe in diesen Glücksmodus und das senkt mir Stress vom Monkortisol.
00:17:22: Wahrscheinlich auch ist die Weihnachten so ein Thema für die meisten, weil sich die Menschen treffen in freudiger Erwartung, bauen sie die Dekoration auf, stellen den Baum auf.
00:17:37: auf Banken, die Kekse etc.
00:17:40: Und dann wird es auf das hingearbeitet, dass man dann zusammensitzt, zusammen ist.
00:17:48: Also da haben wir schon ein paar Mal gesprochen, dass diese Rituale Oxytocin ausschütten lassen.
00:17:55: Das ist das Bindungshormon.
00:17:58: Und Oxytocin reguliert auch das Stresshormonkortisol, aber auch Über Dopamin wird es reduziert.
00:18:10: Also die Freude senkt.
00:18:13: sozusagen den Stress.
00:18:15: Du musst meinen Druck mit meinen Geschenken heuer.
00:18:18: Echt?
00:18:18: Ja, finde ich schon.
00:18:19: Du wolltest irgendwie mal eine Kerze schenken, die du schon vor drei Jahren gekriegt hast.
00:18:25: Genau.
00:18:26: Habe ich dich aufgeblattet?
00:18:28: Jetzt brauchst du niemanden mehr eine Kerze schenken?
00:18:30: Nein, das wollte
00:18:31: ich natürlich nicht.
00:18:33: Aber jetzt zu quasi eine andere Rolle rein, die Rolle des Beschenkten.
00:18:37: Nicht ein Geschenk bekommen.
00:18:39: Und ich denke mir, hallo ja, was ist denn das?
00:18:42: Also da hat sie mir überhaupt keine Gedanken gemacht.
00:18:45: Das ist ja null kreativ, das passt ja überhaupt nicht zu mir.
00:18:47: Nicht zu mir, gar nicht.
00:18:50: Dann wird schon Stress wieder ausgeschüttet, oder?
00:18:52: Kortisol?
00:18:53: Naja, also für dich.
00:18:55: Also du als Empfangende.
00:18:57: Ja,
00:18:57: genau.
00:18:58: Na ja, wahrscheinlich Gott, die Sol nicht, aber auch nicht.
00:19:02: Gut.
00:19:02: Na
00:19:02: ja, es ist auch keine Stresssache.
00:19:06: Also keine echte Stress.
00:19:07: Also das löst weder Flucht noch Angriff aus, so eine eher enttäuschende... In der Familie
00:19:13: schon Angriff.
00:19:13: In der Familie.
00:19:15: Ja,
00:19:16: aber sagen wir
00:19:17: so,
00:19:18: ein Geschenk, das nicht ganz passt, ist kein Grund zu flüchten oder anzugreifen.
00:19:23: Also da muss man schon unterscheiden.
00:19:26: Das ist kein Stress in dem Sinn, aber es ist natürlich, also du schüttest dafür nicht wirklich viel Dopamin aus.
00:19:32: Enttäuschen.
00:19:33: Ja, genau, das ist eher Enttäuschung.
00:19:35: Das ist die Bewertung.
00:19:37: Also im Vorderhirn findet diese Bewertung statt.
00:19:40: Das ist wie wenn wir eine Waagschale hinter den Augenhöhlen hätten.
00:19:45: Und da werden die Für und die Kontra auf die zwei Schalen gelegt.
00:19:50: Und dann werden diese ganzen Überlegungen auch aufgelegt, so zum Beispiel.
00:19:56: Also das hat diese Person bestimmt vor zwei Jahren zu Weihnachten bekommen und jetzt kriege ich es umverbackelt.
00:20:06: Also ich hoffe, ihr findet die passenden Geschenke, die schönsten Geschenke.
00:20:12: Sehr gerne von euch wissen, was war das schönste Geschenk, das ihr je gemacht habt oder das ihr je bekommen habt.
00:20:18: Ah, okay.
00:20:19: Interessant.
00:20:20: Hast du eine Erinnerung dran?
00:20:22: Wie war es?
00:20:23: Das schönste Geschenk, das ich ihr bekommen habe.
00:20:25: Schwierig, oder?
00:20:28: Einer meiner Ex-Freunde hat mal einen ganzen Kinosaal gemietet.
00:20:33: Wow.
00:20:34: Und dann haben wir auch damals meinen Lieblingsfilm
00:20:37: angesehen.
00:20:38: Nein.
00:20:38: Ihr zwei?
00:20:39: Das ist schön.
00:20:39: Nur wir zwei.
00:20:40: Mein Gott.
00:20:41: Das ist schön, oder?
00:20:43: Also... Was willst
00:20:48: du sagen?
00:20:49: Die Idee ist schön,
00:20:50: oder?
00:20:51: Ich denke jetzt ein bisschen daran, diese plakative Gesten.
00:20:57: Das ist jetzt, finde ich, ein neuer Trend, dass man so große Aktionen starten muss, um jemandem zu sagen, ich möchte mit dir alleine... Ein Film anschauen.
00:21:11: Über zehn Jahre Herr Manuela.
00:21:14: Ja, weil jetzt sind auch diese Liebeserklärungen, was ich, wo, ja, mitten in der Antakte ist.
00:21:21: Neben dem Bern wird der Verlobungsring überreicht.
00:21:26: Mit dreihundert, fünfundzwanzig gelbe rote Rosen oder sowas.
00:21:30: Das ist lieber
00:21:32: treiben, oder?
00:21:33: Ja, aber es ist jetzt die Zeit, wo diese Dinge ... Ein Wert bekommen.
00:21:39: Aber ich überlege nur... Ja,
00:21:41: ja.
00:21:41: Schreibt uns auch sehr gerne, was ihr davon hält.
00:21:45: Das war unsere Folge zum Thema Schenken.
00:21:47: Was war dein schönstes Geschenk, das du hier gemacht hast oder bekommen hast?
00:21:51: Und frue Weihnachten.
00:21:53: Was war dein schönstes Geschenk?
00:21:54: Da fragst du mich.
00:21:56: Ich habe keine Erinnerung.
00:21:57: Ja, es ist total schwierig.
00:21:59: Muss man ein bisschen nachdenken, ist auch schön.
00:22:01: Einfach ein bisschen über Weihnachten und das Schenken nachdenken.
00:22:05: Und ihr könnt uns natürlich super Bewertungen schenken.
00:22:08: Darüber freuen
00:22:10: wir uns sehr.
00:22:12: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:22:13: Danke
00:22:13: fürs Zuhören.
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